Aktuelles

Hier finden Sie alle Informationen zu allen Neuerscheinungen, Fachbeiträgen sowie weiteren Neuigkeiten aus der Lehre und Forschung an der Professur.


Neue Services der UB: Recherchesprechstunden für Studierende

10.01.2020 -

Die Universitätsbibliothek baut ihr Beratungsangebot aus. Für fachspezifische Fragen zu Literaturrecherchen bieten die Fachreferent*innen nun regelmäßige offene Sprechstunden an (zunächst testweise), zu denen Studierende anmeldefrei vorbeikommen und eine Einzelberatung erhalten können. Die einzelnen Termine für Januar finden Sie hier.

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Erste Promotion an der Professur für Wirtschaftsdidaktik und Didaktik der ökonomischen Bildung erfolgreich abgeschlossen

07.01.2020 -

Am 03. Dezember 2019 verteidigte Frau Dana Bergmann aus Magdeburg sehr erfolgreich ihre Promotion an der Fakultät für Humanwissenschaften mit dem Titel: „Verwirklicht, entwickelt, diffus. Eine biografische Analyse der beruflichen Entwicklung von StudienabbrecherInnen“.

Dana Bergmann arbeitet seit vielen Jahren an unserer Professur als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrkraft für besondere Aufgaben. Seit 2015 promoviert sie bei Prof. Dr. Robert W. Jahn. Zweitbetreuer und Gutachter der Arbeit war Prof. Dr. Michael Dick (Professur für Betriebspädagogik, FHW). Weitere Mitglieder der Promotionskommission waren Prof. Dr. Phillipp Pohlenz (Professur für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre, FHW), Prof.in Dr. Heike Ohlbrecht (Professur für Mikrosoziologie, FHW) und Prof.in Dr. Astrid Seltrecht (Professur für Fachdidaktik Gesundheits- und Pflegewissenschaften, FHW).

Frau Bergmann befasste sich mit der beruflichen Entwicklung von Studienaussteiger*innen nach ihrem Ausstieg. Sie nutzt für ihre Analyse einen bislang kaum adressierten subjektorientierten, biografischen Zugang. Bis zu 150.000 Studierende einer Jahrgangskohorte (ca. 25 %) verlassen deutsche Hochschulen ohne einen Abschluss und werden in der Folge als Studienabbrecher*innen bezeichnet. Die damit verbundenen Folgen sind überwiegend negativ konnotiert. Aus bildungssystemischer und -ökonomischer Perspektive ist ein abgebrochenes Studium eine Fehlinvestition knapper gesellschaftlicher Ressourcen. Auch aus pädagogischer Perspektive erscheint es legitim bzw. notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um Abbrüchen präventiv oder intervenierend entgegenzuwirken, vor allem weil die Gefahr besteht, dass ein Teil der Studienabbrecher*innen formal unqualifiziert bleibt. Wenig bekannt ist über die Perspektive der Betroffenen selbst. Die weitverbreitete negative Perspektive auf Studienabbrüche nährt die Vermutung, dass auch die Individuen, Abbrüche als Problem bzw. Krise wahrnehmen. Aus berufspädagogischer und bildungstheoretischer Perspektive stellt sich Dana Bergmann die Frage, wie subjektiv krisenbehaftet ein solcher Bruch im berufsbiografischen Entwicklungsprozess tatsächlich ist, welche Bildungs- und Entwicklungspotentiale damit einhergehen und ob und wie es gelingt, berufliche Identität, Beruflichkeit oder Berufsbewusstsein zu entwickeln. Wenn diese Arbeit nach der berufsbiografischen Entwicklung von Studienabbrecher*innen fragt, adressiert sie zwar vordergründig die zentralen Klienten*innen des Hochschulwesens. Durch die Frage, wie Studienabbrecher*innen ihre berufliche Entwicklung rekonstruieren, werden jedoch tatsächlich vielmehr berufsbiografische Entwicklungsprozesse jenseits des Hochschulwesens fokussiert, die sich bspw. in Spannungsfelder zwischen Stabilität und Mobilität, zwischen Employability und Beruflichkeit und zwischen Identität und Diffusion bewegen und die nicht exklusiv für Studienabbrecher*innen stehen. In wissenschaftlicher Perspektive verbindet die vorgelegte Arbeit bedeutsame Konzepte und Diskurse der Psychologie (Identität), der Sozial‐ und Erziehungswissenschaften (Hochschulforschung, Lebenslaufkonzepte und Bildungstheorien) und im Speziellen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Beruflichkeit und Employability). Die Arbeit bewegt sich somit zwischen den Disziplinen und schafft damit ein besseres Verständnis untypischer, anormaler berufsbiografischer Entwicklungsmuster. Zur Beantwortung der Frage, wie Studienabbrecher*innen ihre berufliche Entwicklung rekonstruieren, nutzt Frau Bergmann ein etabliertes Verfahren der (beruflichen) Biografieforschung (autobiografisch-narrative Interviews) und arbeitet verschiedene Verlaufstypen bzw. -muster heraus. Die erzielten Ergebnisse liefern einen differenzierten und reichhaltigen Einblick in die subjektiven Deutungs- und Verarbeitungsmuster der berufsbiografischen Entwicklung von Studienaussteiger*innen. Mit ihren Ergebnissen und der Reformulierung des Forschungsgegenstandes liefert Dana Bergmann einen Beitrag zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskussion über Studienaussteiger*innen sowie für entsprechende bildungssystemische Implikationen sowie über berufliche Entwicklungsprozesse in einer dynamisierten Arbeitswelt.

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JAHN, R.W.; BORKOWSI, T.P.; GÖTZL, M. (2019): Strukturelle und inhaltliche Entwicklung der ZBW in den Jahren 2000–2016.

07.01.2020 -

Jahn, R.W.; Borkowski T.P.; Götzl, M. (2019): Strukturelle und inhaltliche Entwicklung der ZBW in den Jahren 2000–2016. Eine Fortführung der Untersuchung von Jens Klusmeyer 2001. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 115, 4, 644-673. DOI: 10.25162/ZBW-2019-0026.

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Bewerbung für Abschlussarbeit im SoSe 2020 ab jetzt möglich

12.12.2019 -

Bis zum 31. Januar 2020 sind Bewerbungen für die Betreuung von Abschlussarbeiten im Sommersemester 2020 möglich. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise und Themenkorridore auf dieser Website.

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Bergmann referiert über "Chancen und Grenzen der Berufsbildung nach dem Studienabbruch"

13.11.2019 -

Am 12. November diskutierten im Rahmen des Forum Berufsbildung Vertreter*innen aus Bildung, Politik und der Sozialpartner Einflussfaktoren auf die Attraktivität der dualen Berufsausbildung sowie strategische Ansätze, um diese zukunftsfähig zu gestalten. Dana Bergmann beteiligte sich mit dem Referat "Chancen und Grenzen der Berufsbildung nach dem Studienabbruch" an der Tagung.

"Die duale Berufsausbildung wird international als Erfolgsmodell vielfach beachtet, gerät aber nicht zuletzt durch die zunehmende Akademisierung unter Druck. Überstieg bis 2010 die Zahl der Auszubildenden die Zahl der Studienanfänger*innen, so liegt der Anteil eines Jahrgangs, der ein akademisches Studium beginnt, nunmehr bei über 55%. Zwar wird angenommen, dass gerade die Facharbeit auch in Zukunft die Basis für das deutsche Produktionsmodell darstellen wird. Doch wie kann die duale Berufsausbildung ihren Platz - auch bei der Bedarfssicherung nach höherqualifizierten Beschäftigten - behalten? Mit der Tagung werden erstens die Einflussfaktoren auf die Attraktivität der dualen Berufsausbildung in den Blick genommen und zweitens strategische Ansätze vorgestellt und diskutiert, um die duale Berufsausbildung zukunftsfähig zu gestalten. Dazu zählen eine Intensivierung der Berufsorientierung in der schulischen Allgemeinbildung, die Integration von Studienabbrecher*innen in die duale Berufsausbildung sowie „hybride“ (Aus-)Bildungsangebote, bei denen die akademische Ausbildung mit der dualen Berufsausbildung verzahnt und Ausbildungsvoraussetzungen bzw. Ausbildungsabschnitte beider Pfade miteinander kombiniert werden. Über die jeweiligen Chancen aber auch Grenzen dieser Ansätze wird auf der Tagung diskutiert." (Ankündigungstext)

Die Veranstaltung wurde von der Oldenburger Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften organisiert und durchgeführt.

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Letzte Änderung: 13.12.2018 - Ansprechpartner:

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